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Was versteht man unter Kilometerleasing?

Bei dieser Art des Leasing wird die monatliche Rate maßgeblich dadurch beeinflusst wie viel Kilometer der Leasingnehmer im Lauf des Vertrages fahren möchte. Vertraglich wird also eine Gesamtkilometerleistung vereinbart. Am Ende des Vertrages werden beim Kilometerleasing Mehr- bzw. Minderkilometer abgerechnet. Wurden weniger Kilometer als vereinbart zurückgelegt, so bekommt der Leasingnehmer einen bestimmten Betrag pro Kilometer zurückbezahlt. Falls mehr Kilometer zurückgelegt wurden, so ist eine Nachzahlung fällig. Für Mehrkilometer werden teilweise bis zu € 0,90 je Kilometer berechnet wohingegen Minderkilometer teilweise nur mit € 0,35 vergütet werden.


Dennoch ist das Kilometerleasing eine interessante Variante, denn im Gegensatz zum Restwertleasig ist der Leasingnehmer beim Kilometerleasing nicht zur Erzielung eines Restwerts verpflichtet! Pflegt man das geleaste Fahrzeug während der Nutzungsdauer ordentlich und führt alle Inspektionen zeitgerecht durch, so ist die tatsächliche finanzielle Belastung beim Kilometerleasing sehr gut abschätzbar. Während man beim Restwertleasing auch von externen Umständen (z.B. Verfall des Marktpreises für ein Modell) abhängig sein kann, so ist dies beim Kilometerleasing nicht der Fall. Problematisch gestalten kann sich jedoch die Abschlussbewertung des zurückgegebenen Fahrzeuges.


Weist das Fahrzeug Schäden und/oder Abnutzungserscheinungen auf, die über eine gewöhnliche alters- und laufzeitbedingte Abnutznung hinausgehen, so muss der Leasingnehmer für den Minderwert aufkommen. Was nun aber genau über die gewähnliche Abnutzung hinausgeht hat schon einige Gerichte beschäftigt, da es keine festen Regeln bzw. Bewertungskriterien für die Beurteilung des Gesamtzustandes gibt. Ist der Leasinggeber der Meinung, dass ene übermäßige Abnutzung vorliegt, so muss er dies auch stichhaltig begründen können. Klar ausgedrückt bedeutet dies, dass die Beweislast beim Kilometerleasing immer beim Leasinggeber liegt. Leichte Kratzer dürfen nicht als übermäßige Abnutzung gewertet werden.


Wie beim Restwertleasing, so gilt auch beim Kilometerleasing, dass nur in sehr wenigen Fällen die Abschlussbewertung Gründe für eine gerichtliche Auseinandersetzung liefert. Medienwirksam sind Gerichtsurteile zum Thema Leasing jedoch allemal.

Zuletzt aktualisiert am 2010-03-26 von Marko Mönch.

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